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Von ISDN zu All-IP

Seit einiger Zeit werden ISDN-Mehrgeräte Anschlüsse der Deutschen Telekom auf das neue Produkt auf der IP-Plattform umgestellt (Migration auf All-IP). Dies ist als einer der ersten Schritte hin zur Abschaltung des klassischen TDM basierten Telefonnetzes zu sehen. Die ISDN Anlagenanschlüsse auf S0 und S2m Basis werden später folgen (Lesen Sie dazu Einstellung DeutschlandLAN SIP-Trunk).

Die IPTAM PBX unterstützt sowohl ISDN als auch Internet-Telefonie (VoIP) zur Anbindung an das öffentliche Telefonnetz. Selbstverständlich können Sie die IPTAM PBX auch mit den All-IP basierten Anschlüssen der Deutschen Telekom einsetzen.

Im Folgenden wird beschrieben, wie Sie Ihre IPTAM PBX vom Mehrgeräte-Anschluss auf den Betrieb via „All-IP“ umkonfigurieren. Prinzipiell sind diese Einstellungen auch bei anderen Providern ähnlich vorzunehmen. Welche Daten dabei verwendet werden finden Sie in unserer Tabelle SIP-Provider.

Vorbereitung

Die Telefonie erfolgt auf der neuen Plattform über den Internetanschluss via IP. In der IPTAM PBX sind daher ein paar Einstellungen zu prüfen und ggf zu setzen.

Kontrollieren Sie in Ihrer IPTAM PBX unter IP-Netzwerk►Routing, ob eine Default-Route gesetzt ist. Diese sollte auf Ihren Router zeigen. Wenn sie nicht vorhanden ist, tragen Sie sie bitte ein.(Hinweise zum IP-Routing).

Unter IP-Netzwerk►DNS kontrollieren Sie, ob eine Namensauflösung konfiguriert ist. Hier sollte ein DNS-Server eingetragen sein (In der Regel Ihr Router). Die Suchliste kann leer bleiben. (Informationen zu dieser Einstellung).

Gehen Sie in das Menü IP-Netzwerk►SIP/RTP und wählen Sie bei RTP optional einen kleineren Port-Bereich. Berücksichtigen Sie vier Ports pro gleichzeitig geführtem Gespräch (interne Gespräche müssen mitgezählt werden). Tragen Sie z.B. 10000 bis 10100 dort ein.

Einstellungen an Ihrem Router

 Wichtig

Die früher übliche sogenannte Zwangstrennung (Trennung der DSL-Verbindung durch den Provider nach 24 Stunden) ist bei All-IP nicht mehr gegeben. Sie sollten also eine eventuell in Ihrem Router eingerichtete Trennung und Neueinwahl zu einem definierten Zeitpunkt deaktivieren.

Je nach Routermodell müssen Regeln für Port-Weiterleitungen auf die Telefonanlage eingerichtet werden.
Port(bereich) Protokoll Zweck
25060 UDP Signalisierung
10000-10100 UDP Mediendaten (RTP)

Die erste Regel sorgt dafür, dass ankommende Anrufe an Ihre IPTAM PBX durch den Router hindurch geleitet werden. Die IPTAM PBX arbeitet für die Anbindung nach extern nicht auf dem Standardport 5060 sondern auf Port 25060. Eine Weiterleitung des Ports 5060 ist somit nicht erforderlich.

Die zweite Regel betrifft die Mediendaten. Der Bereich muss mit den oben eingestellten Werten im Menü IP-Netzwerk►SIP/RTP übereinstimmen.

Konfiguration

Image Gehen Sie in das Menü TK-Anlage►SIP-Provider. Dort wählen Sie die Einstellungen wie in der Abbildung gezeigt. Eine Beschreibung der Parameter finden Sie im Abschnitt zu SIP Einzelaccounts.

Im Abschnitt „IP Netzwerk Verbindung“ tragen Sie bei „STUN-Server“ den STUN-Server des Providers „stun.t-online.de“ ein und setzen Sie die Checkboxen wie in der Abbildung. Ihre IPTAM® PBX wird Änderungen der öffentlichen Adresse automatisch erkennen und eine Neu-Registrierung ausführen. Bei „Lokale Netze (von NAT ausgenommen)“ tragen Sie das lokale Netz der Telefonanlage ein (z.B. 192.168.10.0/24, (Hinweise dazu). Ggf ergänzen Sie weitere Netze (z.B. wenn Sie Telefone via VPN an der IPTAM PBX betreiben).

Einrichtung des Providers „Telekom“

Image Klicken Sie unten rechts auf der Seite TK-Anlage►SIP-Provider auf das „Neu“-Symbol und tragen Sie die Daten wie in der nebenstehenden Darstellung gezeigt ein und klicken Sie anschließend unten rechts auf „Anlegen“.

Die Darstellung der Seite erweitert sich um die Eintragung zu „Weitere SIP-Server“ Hier tragen Sie das Wort „viele“ ein und klicken auf „+“. Klicken Sie unten rechts auf „Account hinzufügen“, um die erste Rufnummer einzutragen.

Accounts einrichten

Image Hinter dem SIP-Account verbirgt sich eine Rufnummer Ihres früheren Mehrgeräte Anschlusses (MSN). Tragen Sie die Daten wie beispielhaft in der Abbildung gezeigt ein.

Bei „Account“ und „Rufnummer“ tragen Sie jeweils die Rufnummer ein, wobei Sie Ortsnetzkennzahl und MSN verwenden (also z.B. 0241987654 für die Rufnummer 987654 in Aachen).

Bei „Authentifizierung“ tragen Sie Ihre E-Mailadresse ein, mit der Sie sich auch im Kundencenter bei der Deutschen Telekom anmelden.

Das Passwort ist initial durch die Telekom gleich wie das Passwort für Ihre DSL-Einwahl. Sie können für jede Rufnummer im Kundencenter individuelle Passwörter setzen.

Zum Schluss müssen Sie festlegen, zu welchem Zweck die Rufnummer in Ihrer IPTAM PBX verwendet wird. Falls die betreffende MSN bisher einem Anwender als Durchwahl zugeordnet war, wählen Sie aus der Ausklappliste bei „Account für“ den betreffenden Anwender aus. Sollte die MSN bisher zum Beispiel für eine Klingelgruppe verwendet werden, tragen Sie stattdessen die interne Nebenstelle der Klingelgruppe in „Ankommende Anrufe an Nebenstelle“ ein. Sollte die MSN für eine Nebenstelle des Faxservers verwendet worden sein, tragen Sie ebenfalls die interne Nebenstelle bei „Ankommende Anrufe an Nebenstelle“ ein. Eine Übersicht der bisherigen MSNs können Sie unter Dienste►Nummernplan am Ende sehen.

Nach dem Speichern der Einstellungen, klicken Sie unten rechts auf den Pfeil. Sie gelangen nun wieder in die Übersicht. Für weitere Rufnummern des gleichen Providers klicken Sie unten rechts in der Zeile des bereits eingerichteten Accounts auf „Neu“. Sie gelangen dann wieder in die Ansicht „Neuer Account für“. Wiederholen Sie die Eingaben für alle MSNs.

Wenn die Rufnummern eingerichtet sind, wählen Sie auf der Seite TK-Anlage►SIP Provider noch den „Default Account“ aus der Aufklappliste aus. Dies entspricht der Default MSN Ihres ISDN Anschlusses.

Wenn eine der MSNs für den Faxserver verwendet wurde, gehen Sie in das Menü Fax►Einstellungen und wählen Sie bei „Abgehende Faxe“ aus der Ausklappbox den SIP-Account mit der betreffenden MSN aus.

Abschluss und Prüfung

Klicken Sie nach der Einrichtung der Accounts oben rechts auf der Seite TK-Anlage►SIP-Provider auf „Änderungen aktivieren“. Es sollte keine Fehlermeldung erscheinen.

Den Erfolg können Sie auf der Seite Diagnose►SIP-Provider überprüfen.

Jetzt können Sie die ISDN-Hardware deaktivieren bzw aus der Anlage entfernen.