Konfiguration der DECT over SIP Lösung Aastra RFP L32 IP mit dem Aastra Phone 142 zum Betrieb an der IPTAM® PBX Konfiguration_Aastra_DECToverSIP.pdf (1.08 MB)
Die Aastra DECToverSIP Lösung besteht aus der DECT Basisstation RFP L32 IP und bis zu 512 Handsets Aastra Phone 142. Als Alternative zum RFP L32 IP existiert eine Outdoor-Variante RFP L34 IP. Bis zu 256 Basisstationen können zu einem Cluster zusammengefügt werden, in dem ein nahtloses Handover für die Handsets möglich ist. Die Softwareverwaltung wird nur von einer Basisstation innerhalb eines Clusters vorgenommen. Es können gleichzeitig bis zu 8 Gespräche in einem Cluster geführt werden. Die Dokumentation des Herstellers ist auf der Homepage des Herstellers zu finden. Bootvorgang des RFP L32 IP
Beim Bootvorgang benötigt das RFP L32 IP mindestens einen TFTP Server, von dem die Betreibs- software geladen wird. Zum Booten legen Sie die Datei „omm_ ffsip.tftp“, die sich auf der mitgelieferten CD befindet, im Verzeichnis „/tftpboot“ des TFTP-Servers ab. Vor dem TFTP-Download der Betriebssoftware benötigt das RFP L32 IP eine IP-Adresse sowie die Information darüber, unter welcher IP-Adresse der TFTP-Server zu finden ist. Diese Information kann per DHCP bereitgestellt werden oder über ein Konfigurationstool statisch konfiguriert werden. Wenn ein RFP L32 IP über das Konfigurationstool konfiguriert wurde, wird es bei späteren Bootvorgängen keine DHCP Anforderungen mehr stellen, sondern die manuell eingegebene Konfiguration verwenden.
Konfiguration des RFP L32 IP mit dem OM Configuration Tool Das OM Configuration Tool wird vom Hersteller als Java-Programm zur Verfügung gestellt und benötigt eine Java Runtime Umgebung in Version 1.4 oder höher.
Um ein RFP L32 IP konfigurieren zu können, muss sich der dazu benutze PC im selben LAN-Segment befinden, da das RFP L32 IP über seine MAC-Adresse angesprochen wird. Zur Konfiguration des RFP L32 IP geben Sie folgende Informationen im OpenMobility Configurator ein: MAC adress Die MAC-Adresse finden Sie auf dem Typenschild auf der Rückseite des Gerätes, auf dem sich auch das CE-Zeichen befindet. Die MAC-Adresse muss in hexadezimaler Schreibweise im Format xx:xx:xx:xx:xx:xx mit Doppelpunkten getrennt eingegeben werden. Groß-/Kleinschreibung ist unerheblich. Usel local configuration klicken Sie auf den Radio Button „yes“ um sicherzustellen, dass das RFP32IP bei späteren Bootvorgängen die manuell erstellte Konfiguration verwendet und nicht per DHCP aus dem Netz bezieht. IP-Adress Hier geben Sie die IP-Adresse ein, die das RFP L32 IP erhalten soll. Im abgebildeten Beispiel erhält das RFP L32 IP die IP-Adresse 192.168.111.100. Subnet Hier geben Sie Neztmaske für Ihr Nezt ein. Im Beispiel wird die Netzmaske für ein Class C-Netz (255.255.255.0) verwendet. TFTP Server Address Hier geben Sie die IP-Adresse des TFTP-Servers ein, von dem das RFP L32 IP seine Betriebssoftware laden soll. Im Beispiel besitzt der TFTP-Server die IP-Adresse 192.168.111.20. TFTP File Name Geben Sie hier den Dateinamen der Betriebssoftware an. Wie oben beschrieben heißt die Software „omm_ffsip.tftp“. OMM IP Address In einem Cluster mit mehreren RFP L32 IP wird nur auf einem Gerät die Managementapplikation gestartet. Alle anderen Basisstationen sowie alle Handsets werden von dieser einen Basisstation aus verwaltet. Die Basisstation, die auch die Managementapplikation starten soll, erkennt dies daran dass die eigene IP Adresse identisch ist mit der OMM IP Adresse. Im Beispiel ist das RFP L32 IP mit der IP-Adresse 192.168.111.100 auch das Gerät, auf dem die Managementapplikation läuft.
Über den Button „Send configuration“ laden Sie die Konfigurationsdaten auf das RFP L32 IP. Nachdem das Gerät seine Betriebssoftware vom TFTP-Server geladen hat, können Sie die weiter Konfiguration für das Cluster vornehmen, indem Sie sich mit einem Web-Browser an dem RFP L32 IP anmelden, auf dem die Managementapplikation läuft.
Weitere Konfiguration über den Open Mobility Manager Um die weitere Konfiguration der Aastra DectOverSIP Lösung vorzunehmen melden Sie sich an dem RFP L32 IP, auf dem der Open Mobility Manager läuft, mit Ihrem Web Browser an. Zur ersten Anmeldung verwenden Sie dazu Username und Passwort „omm“.
Nach der Anmeldung sehen Sie den Hauptbildschirm. Die erforderlichen Einstellungen gliedern sich in die Bereiche „System“, „Radio Fixed Parts“ und „Portable Parts“.
Die Einstellungen sollten auch in dieser Reihenfolgen vorgenommen werden.
Im Untermenü „System Settings“ nehmen Sie Einstellungen zum DECT System und zur IP Daten- übertragung vor
Im Untermenü SIP Settings konfigurieren Sie die Einstellung des Systems zur Anmeldung an der IPTAM® PBX oder einer anderen IP-Telefon- anlage. Unter „User Account“ können Sie den Usernamen und das Passwort zur Anmeldung am Open Mobility Manager verändern.
Einstellungen des DECT Systems Unter „General Settings“ können Sie für Ihr DECT System einen Namen vergeben. Dieser Name wird im Display der Mobilteile angezeigt.
Der DECT Authentication Code muss an einem Mobilteil eingegeben werden, wenn es sich am System neu registriert. Solange Sie hier keinen Code eingegeben haben gilt die Default- einstellung „0000“. Wichtig ist die Eingabe der PARK (Portable Access Rights Key), die Sie auf der mitgelieferten CD finden. Im Bereich IP Parameters können Sie festlegen, mit welchen Type of Service (TOS)- Werten Sprachpakete und Signalisierungspakete übertragen werden. Standardeinstellungen zum Betrieb an der IPTAM® PBX sind B8 für die Sprachpakete und 60 (hexadezimal) für Signalisierungspaketen (siehe auch „Einstellungen zum Class of Service“ in der Administrationsanleitung zur IPTAM® PBX).
SIP Einstellungen
Nachdem Sie die Einstellungen zum DECT System vorgenommen haben, sollten Sie im Untermenü „SIP“ die Konfiguration zur Anmeldung an IPTAM® PBX vornehmen. In den Feldern „Proxy Server“ und „Registrar Server“ geben Sie die IP-Adresse Ihrere IPTAM® PBX ein. Proxy Port und Registrar Port sind jeweils 5060. Wenn Sie das Häkchen „Explicit MW Subscription“ setzen wird am Mobilteil signalisiert, wenn eine Sprachnachricht vorliegt. Im Bereich RTP Settings sollten Sie unter den „Preferred Codecs“ auf jeden Fall G.711 A-law auswählen, da dies der Standardcodec ist, den die IPTAM® PBX verwendet. Im Bereich DTMF-Settings müssen Sie das Häkchen bei „Out-of-Band“ setzen, damit Tastentöne von den Mobilteilen richtig von der IPTAM® PBX erkannt werden.
Radio Fixed Parts Im Menü „Radio Fixed Parts, werden Ihnen alle derzeit in Ihrem DECT System integrierten Basisstationen angezeigt.
Über den Button „New“ können Sie weitere Basisstationen hinzufügen. Mit Klick auf den Schrauben- schlüssel in der Liste der bereits vorhandenen Basisstationen können Sie die Konfiguration einer Basisstation ändern.
Im Feld „MAC Address“ geben Sie die MAC Adresse der neu zu integrierenden Basisstation an. Im Feld „Location“ könne Sie einen Text eingeben, der Ihnen hilft, das Gerät räumlich zuzuordnen. Bei „DECT Settings“ müssen Sie das Häkchen setzen, damit der Funkteil des Gerätes aktiviert wird und im Feld „DECT Cluster“ weisen Sie die Basisstation einem vorhanden Cluster zu. In der Regel werden Sie nur ein DECT Cluster betreiben.
Anmeldung der MobilteileNun sind Sie so weit, dass Sie die Mobilteile in Ihrem Aastra DectOverSIP System konfigurieren und anmelden können. Die Konfiguration nehmen Sie im Menü „Portable Parts“ des Open Mobility Managers vor. Auf der Seite wird Ihnen zunächst die Liste der bereits registrierten Mobilteile angezeigt. Über den Button „New“ können Sie weitere Mobilteile hinzufügen und durch Klick auf den Schraubenschlüssel in der Liste der bereits vorhandenen Mobilteile können Sie die Konfiguration eines Mobilteils ändern.
Geben Sie im Feld „Name“ einen Namen ein, der im Display des Mobilteils angezeigt werden soll. In den Feldern „Number“ und „User Name“ geben Sie die Nebenstelle für das jeweilige Mobilteil ein. Bei der User Einrichtung der IPTAM® PBX müssen Sie für die Nebenstellen, die über das Aastra DectOverSIP System erreichbar sein sollen im Feld „account“ ebenfalls die Nebenstelle eingeben. Ein alphanumerischer Eintrag (z.B. „mueller“) kann hier nicht verwendet werden. Das Aastra RFP L32 IP verlangt zwingend die Verwendung eines SIP Passworts, das sie ebenfalls bei der Usereinrichtung der IPTAM® PBX vergeben.
Im Feld IPEI geben Sie IPEI (International Portable Equipment Identity) des zu verwendenden Mobilteils ein. Sie können die IPEI im Menü „System“ des Mobilteils nachsehen. Zur Anmeldung des Mobilteils gehen Sie dort in das Menü „System“ und dort auf den Eintrag „Registrierungen“ und wählen unter „Optionen“ den Eintrag „Neu“. Ihnen wird nun die IPEI des Mobilteils angezeigt, was Sie mit OK bestätigen. Nun werden Sie aufgefordert, die PARK des betreffenden DECT Systems einzugeben. Geben Sie die PARK inklusive des *-Symbols so ein, wie Sie Ihnen auf der Seite „Portable Parts“ des Open Mobility Managers angezeigt wird. Sie werden nun aufgefordert, den DECT Zugangscode einzugeben. Die Defaulteinstellung hierfür ist „0000“. Danach ist die Anmeldung durchgeführt. Im Menü „Telefonoptionen“ sollten Sie nun noch unter „Anrufbeant.Nr.“ die Rufnummer eintragen, unter der Sie das Voicemail-System Ihrer IPTAM® PBX erreichen. Das Aastra Phone 142 unterstützt die Signalisierung vorliegender Sprachnachrichten am Telefon, Gespräche können geparkt und weitervermittelt werden. Das Einleiten von Dreierkonferenzen über dieses Telefon oder die Signalisierug eines Anrufs an ein anderes Mitglied einer Übernahmegruppe ist nicht möglich.
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